René
07.07.2015 von René

Wichtige Optimierungen - was kann man besser machen als die Konkurrenz?

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Wenn Sie Waren verkaufen, die auch auf anderen Webseiten angeboten werden, wird die Kaufentscheidung des Kunden vom Preis und besonders weiteren Faktoren beeinflusst. Man sollte regelmäßig seine Konkurrenz im Auge behalten, denn einige Kundenvorteile können manchmal sogar einen höheren Preis rechtfertigen. Die meisten der Maßnahmen betreffen den Kundenservice, der hohe Kosten verursachen kann. Die entstehenden Einbußen müssen Sie als Marketing verstehen, wenn Sie zum Beispiel die Versandkosten übernehmen oder eine kostenfreie Hotline schalten. Umsonst muss es normalerweise nicht sein, denn vertrauensbildende Maßnahmen erhöhen das Sicherheitsgefühl des Kunden. Es geht in erster Linie darum, dem Besucher den Kauf so einfach und angenehm wie möglich zu gestalten. Wir beschreiben einige der Hauptpunkte, die Sie in regelmäßigen Abständen in Ihrem Onlineshop prüfen sollten. Für neue Ideen und Marketingmaßnahmen können Sie sich auch von Konkurrenzangeboten inspirieren lassen.

Optimierungen führen schnell zu Umsatzsteigerungen

Produktangebot

Prüfen Sie, ob Ihr Produktangebot vollständig ist. Besonders in der Anfangsphase eines Webshops sollten Sie sich nicht nur auf eine spezifische Produktgruppe beschränken. Denken Sie daran, dass Ihr Kunde das Produkt gleich bei Anlieferung verwenden möchte. Sind also weitere Produkte oder Zubehör notwendig oder liegt es nahe, weitere Produkte damit zu verwenden, sollten Sie diese Waren auch anbieten. Wenn Sie pauschale Versandkosten erheben, kann es für den potentiellen Kunden ein triftiger Kaufgrund sein, wenn er mehrere Teile bei Ihnen bestellen kann. Auch passende Pflege- und Reparaturartikel sollten Sie anbieten, damit der Kunde alles aus einer Hand erhält. Das hält Ihnen auch die Möglichkeit offen, Bundles anzubieten in Form von Geschenksets oder preiswerteren Produktkombinationen.

Produktpreise

Sie sollten regelmäßig die Preise im Internet checken. Das soll jetzt aber nicht bedeuten, dass Sie in jeden Preiskampf einsteigen sollen. Aber zeitlich begrenzte Angebote und Abverkäufe können schwer verkäufliche Ware interessanter machen und den Kunden dazu bringen, auch nach weiteren Produkten zu suchen. Halten Sie Ihre Preise im Auge oder planen Sie im Shopsystem die Start- und Endzeiten der Reduzierungen. Sie können den Kunden auf die Zeiten auch aufmerksam machen. Alle Shopsysteme bieten zudem die Möglichkeit, Gutscheine anzubieten. Hier können Sie kurzfristig und gezielt auf Ladenhüter aufmerksam machen und Kampagnen in sozialen Netzwerken bereichern. Doch passen Sie immer auf Ihre Kalkulation auf und versuchen Sie nicht, jeden Preis im Netz mitzugehen. Es gibt Produktgruppen wie Elektrogeräte, deren Markt heiß umkämpft ist. Doch wenn sich herausstellt, dass Ihr Stückdeckungsbeitrag nahe Null liegt und keine Produktkombination mit amortisierenden Artikeln besteht, sollten Sie überlegen, den Verkauf solcher Waren einzustellen.

Versandkosten

Ein wichtiges Mittel des Kundenservice ist die Versandkostenfreiheit. Als Teil einer transparenten und einheitlichen Preispolitik im Webshop haben Sie damit den Vorteil, den Kunden kurz vor Bestellabschluss mit einem hohen Zuschlag nicht zu verlieren. Doch dieses Servicemerkmal muss man sich leisten können. Die Kosten für den Logistikdienstleister können einen beträchtlichen Anteil am Bestellwert erreichen und es kann eventuell dazu führen, dass Sie an manchen Bestellungen sehr wenig verdienen. Wenn Sie Waren in der Regel zur unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers verkaufen, kann aber schon bei wenigen Artikeln pro Bestellung die Rechnung aufgehen. Das wird aber selten der Fall sein, und so können Sie zum Beispiel einen Schwellenwert angeben, ab dem die Ware kostenlos geliefert wird. Erfahrungsgemäß werden die Kunden mit dem Kauf von Kleinteilen und Zubehör versuchen, die Schwelle zu überschreiten.

Wenn ein Mitbewerber die Versandkosten übernimmt, können Sie sich auch auf Grund der Vergleichbarkeit der Artikelpreise dagegen aussprechen, wenn Ihre Preise unter dem Niveau des Mitbewerbers liegen. Viele Preissuchmaschinen listen mittlerweile die Gesamtkosten inklusive der Versandkosten, so dass die Wahl einer Preispolitik bei gleichbleibender Gesamtsumme kaum noch eine Rolle spielt.

Retouren

Seit 2014 sind Sie als Onlinehändler nicht mehr verpflichtet, die Kosten für die Rücksendung zu übernehmen. Aber analog zur Lieferung kann auch eine kostenfreie Retouresendung die Hemmschwelle, bei Ihnen im Shop zu kaufen, deutlich verringern. Doch auch hier muss man die Kosten genau kalkulieren, denn die Retouren werden zunehmen. Die Anzahl der Retouren können Sie bei den meisten Produktgruppen mit genauen und ehrlichen Beschreibungen in Grenzen halten.

Benutzerfreundlichkeit

Eine einfache und bequeme Navigation auf der Webseite ist für die Akzeptanz des Kunden unerlässlich und muss den Ansprüchen verschiedener Zielgruppen genügen. Ein Artikel muss über eine gute Suche schnell und direkt gefunden werden. Auch eine detaillierte Filterung in den Kategorielisten ist Pflicht. Andere Besucher wollen sich im Shop nur informieren und sich durch die Artikel klicken. Hier sollte der rote Faden nicht abreißen und ein einfacher Wechsel zwischen den Kategorien möglich sein sowie ähnliche Artikel angeboten werden. Eine vereinfachte mobile Ansicht für kleinere Displays vereinfacht die Navigation mit Smartphones und Tablets, die immerhin über 30% aller Seitenbesuche ausmachen. Insgesamt soll die sogenannte Bounce-Rate niedrig gehalten werden, also die Anzahl an Besuchen, die direkt nach dem ersten Aufruf Ihren Webshop wieder verlassen. Diese Kennzahl verrät Ihnen neben der Benutzerfreundlichkeit Ihrer Seite auch etwas über die Inhalte. Denn eine hohe Bounce-Rate ist ein Indikator dafür, dass entweder die Navigation auf der Shopseite nicht klar war oder die angezeigten Informationen von den erwarteten abwichen. Hier lohnt sich ein Blick in die Tools von Google, um zum Beispiel zu erkennen, mit welchen Suchbegriffen die Besucher auf Ihre Seite gelangen und nicht vorhandene Informationen zu ergänzen. Testen Sie auch alternative Suchbegriffe, um ganzheitlich Unterschiede im Informationsgehalt zu anderen Shops zu erkennen.

Um die Benutzerfreundlichkeit Ihrer Seite grob zu messen, zählen Sie einfach mal die Klicks und Scrollings von der Startseite bis zu einer vorher gewählten Produktseite und vergleichen Sie die Anzahl der Schritte mit denen der Mitbewerber. Weiterhin sollten auch im Checkout-Prozess, also dem Weg vom Warenkorb bis zum Bestellabschluss, die Schritte unter Berücksichtigung der Übersichtlichkeit gering gehalten werden und keine überflüssigen Pflichteingaben vorhanden sein. Auch die allgemeine Geschwindigkeit der Webseite und die Größe der zu übertragenden Elemente sollten Sie vergleichen. Besonders beim Stöbern kann eine lange Warte- und Ladezeit das Einkaufserlebnis erheblich trüben und wird dazu führen, dass Ihr Kunde den Shop vorzeitig verlässt. In diesem Bereich können Sie sich so schnell Vorteile gegenüber der Konkurrenz schaffen.

Google Ranking

Die Position in den organischen Suchergebnissen bei Google ist enorm wichtig. Wenn ein Mitbewerber mit den gleichen oder ähnlichen Produkten vor Ihnen gelistet ist, können Sie kurzfristig für die passenden Suchanfragen Anzeigen auf den ersten Plätzen schalten. Je nach Suchbegriff kann das sehr teuer werden und überfordert meist das Budget eines Start-ups. Um langfristig auf die Konkurrenz aufzuschließen, analysieren Sie die Informationen der anderen Webseiten und passen Sie sie in Ihrem Onlineshop an. Aber kopieren Sie nicht einfach Informationen oder gleichen Sie den Aufbau zu sehr an. Damit haben Sie für die Suchmaschine noch keinen Mehrwert geschaffen, sondern sind bestenfalls in der Nähe des Konkurrenten zu finden und unterscheiden sich zu wenig von anderen Seiten. Ein wichtiger Aspekt der Webseite, die der Suchmaschinenoptimierung dient, ist die Produktbeschreibung. Verfassen Sie diese ausführlich und nennen Sie verschiedene Schlagworte im Absatz, die auf Ihr Produkt zutreffen. Damit können Sie Treffer verschiedener Suchanfragewörter generieren. Zudem sollte das Shopsystem darauf ausgelegt sein, die Meta-Daten wie einen aussagekräftigen Titel und eine Kurzbeschreibung zu hinterlegen. Diese Informationen tauchen dann bei passenden Suchanfragen bei Google auf. Hier können Sie sich von den Informationen, die bei besser gestellten Webseiten angezeigt werden, inspirieren lassen. Prüfen Sie auch die Kategoriestruktur Ihres Webshops und die Umschreibung der URLs aller Shopseiten und Kategorien. Sogenannte sprechende URLs werden vom Shopsystem meist automatisch generiert und ersetzen die kryptischen Zeichenfolgen in der Adresszeile Ihres Browsers. Google rechnet auch die Verfügbarkeit einer mobilen Variante Ihres Onlineshops mit einer hohen Gewichtung in die Relevanz ein.

Wie man sieht, ist die stetige und sorgfältige Pflege und Erweiterung der Inhalte eine Aufgabe des Shopbetreibers, die nicht unterschätzt werden darf. Informieren Sie sich regelmäßig über Neuigkeiten der Webtechnologien und überlegen Sie, ob diese die Bedienung verbessern und die Funktionalität des Shops sinnvoll erweitern können.

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